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Drachenläufer

Laut Grundsatzerlass ist eines der Ziele des Unterrichts- prinzips Politische Bildung die Förderung der Fähigkeit und Bereitschaft, für unantast- bare Grundwerte wie Freiheit und Menschenwürde einzu- treten, Vorurteile abzubauen und sich auch für die Belange Benachteiligter einzusetzen.

Mit dem Roman „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini versuchte die 2FKA (und in Teilen auch die 3FKA) nicht nur Lesekompetenzen auszubauen (immerhin hat das Buch 384 Seiten) und anhand der Lektüre die entsprechenden Textsorten zu erarbeiten. Durch die Arbeit am Projektportfolio zur Klassenlektüre gewannen die SchülerInnen Einblick in das Leben in Afghanistan und die politischen Zusammenhänge des Krieges der USA gegen das Terrornetzwerk Al-Quaida und die Taliban. Sehr kritisch und auch betroffen waren die Jugendlichen als sie sich ihren eigenen Vorurteilen stellen mussten. Denn der typische Afghane, das war von Anfang an klar, trägt Turban und ein Maschinengewehr. Und bald stellte sich heraus, dass wir vom eigentlichen Afghanistan überhaupt keine Ahnung haben: wie lebt man da, welches sind typische Nationalgerichte, – und, welche Sprache spricht man denn da überhaupt??? Der Bestseller von Hosseini führte uns dies alles vor Augen: anhand der Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Buben unterschiedlicher sozialer Herkunft, gewährt er einen mitunter sehr schmerzhaften Einblick in die Geschichte Afghanistans der letzten 40 Jahre. Nicht selten, waren bei der gemeinsamen Lektüre im Lesekreis die 50 Minuten der Unterrichtseinheit einfach zu kurz.

In einem Projektportfolio dokumentierten 17 SchülerInnen auf sehr kreative Art und Weise ihre Erkenntnisse, nicht nur über ihre Fortschritte in Bezug auf den Erwerb von Schreibkompetenzen, sondern auch ihr Wissen über Menschenrechte oder die Situation der Frauen unter den Taliban. Parallel dazu beobachteten die SchülerInnen die Medienberichterstattung rund um Afghanistan und fügten die gesammelten Artikel ihrem Portfolio hinzu.

Ein Schüler in seiner Reflexion der Semesterarbeit: „Drachenläufer war das erste Buch in meinem Leben, das ich ganz durchgelesen habe. xD Vielen Dank!“ (asch)

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Zeitung in der Schule

Medienkompetenzen erwarben die Klassen 1FKB und 1FKC im ersten Semester während eines Zeitungsprojektes. Anhand ausge- wählter Fragestellungen wurden Zeitungs- porträts erstellt, die österreichische Zeitungslandschaft entdeckt, Unterschiede im Print- und Onlinebereich beleuchtet und natürlich Zeitung gelesen. Die Dokumen- tation „Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück“ bot Einblick in die Arbeitsweise von Boulevardmedien und erleichterte uns so, den Unterschied zwischen hard news und soft news zu erkennen. Journalistische Textsorten wurden aber nicht nur rezipiert, sondern auch aktiv angewandt: einige SchülerInnen entpuppten sich als wahre MeisterInnen im Berichteschreiben. Hier einige Auszüge aus den Reflexionsbögen der Portfolios, die das Projekt dokumentierten:

„Cool war, dass man während des Arbeitens am Projekt immer auch gleichzeitig die neuesten Infos erfahren hat. Ich habe auch gelernt, was Ressorts sind, und, dass alle Tageszeitungen eine Blattlinie haben, die eine grundlegende Richtung vorgibt.“ (Raphael)
Mir hat am meisten Spaß gemacht, die Website „meiner“ Tageszeitung zu beobachten und zu sehen, was sich da so verändert. (Julian)
„Mir hat die Arbeit gefallen. Es war einmal ein anderer Weg etwas zu lernen! “ (Raphael)
Ich habe gelernt, dass man bei solchen Arbeiten rechtzeitig beginnen sollte, weil man sonst in Eile kommt.“ (Peter)
Durch das Projekt habe ich mehr Sicherheit beim Schreiben von Berichten bekommen.“ (Fiona)
Ich kannte „meine“ Tageszeitung, die Oberösterreichischen Nachrichten, überhaupt nicht. Ich dachte zunächst, dass die Zeitung nur regionale Berichte liefert. Die Vielfalt an internationalen Artikeln überraschte mich umso mehr. Bei meinen Recherchen stieß ich auf ein Interview mit dem Herausgeber. Er sagt, dass mehr als 80 Redakteure an der Printzeitung arbeiten. (Thomas)
Es hat mir Spaß gemacht, im Internet zu recherchieren.“ (Julien)

ClasseBlogFolio

Sollten SchülerInnen bezahlt werden um in die Schule zu gehen? Was SchülerInnen der Klasse 3AGA dazu sagen, kannst du in ihrem Klassenweblog nachlesen.  😉 Du weißt nicht, was ein Weblog ist? Ein Weblog ist eine Art elektronisches Tagebuch, das jeder gratis im Web erstellen kann. In unserem Fall benützten die SchülerInnen des Auf- baulehrganges so ein Weblog, um darin ein  Klassen-Portfolio für das Unterrichtsfach Französisch zu erstellen.

Sie dokumentierten dabei über drei Jahre hindurch ihre Lernfortschritte. Das Veröffentlichen ihrer Texte und die Kommentarfunktion im Weblog erhöhten die Motivation und die Wertschätzung der eigenen Arbeit. Diese Motivation wurde durch die große „Besucherzahl“ aus den verschiedensten Ländern noch weiter gehoben. Durch dieses Weblog konnten die SchülerInnen  ihren immensen Fortschritt in der Sprache jederzeit einsehen und nachverfolgen. Bald schon produzierten auch die „blutigen AnfängerInnen“ Texte, die den leicht fortgeschrittenen Textproduktionen in nichts nachstanden. BONNE NAVIGATION! Weiterlesen

Naschkatzen in der GAFA

Schokoladenprojekt 2FKA Die Klasse 2FKA widmete sich im Winter- semester ganz der Schoko- lade und erarbeitete sich nicht nur sämtliche Lehrziele des Deutschunterrichts auf süße Weise sondern wiederholte auch entscheidende Schritte im (FairTrade) Kakaoanbau bzw. in der Schokoladenerzeugung. Auch die Exkursion am Wandertag zu der Firma Zotter wurde in das Projekt miteinbezogen. Krönender Höhepunkt war die Schokolade-Umfrage: in Gruppen interviewten die Schülerinnen und Schüler der 2FKA ihre KollegInnen und ihre LehrerInnen und erhoben so den Schokoladenverbrauch in der Gastgewerbefachschule. Abschluss des Projekts war die Schoko-Mappe, ein Portfolio, das – angereichert mit individuellen Wahlaufgaben und kreativen Texten („Meine Schokoladenseite“) – den Projektverlauf dokumentiert.

Im Rahmen des Schoko- ladenprojekts erhoben Schü- lerInnen der 2FKA den Schokoladeverbrauch in der GAFA. Wenig über- raschend das Ergebnis: das Haus besteht beinahe aus- schließlich aus Genuss-Schokolade-EsserInnen, so- wohl unter den SchülerInnen (fast 90 Prozent) als auch unter den Unterrichtenden (80 Prozent). Nur ein geringer Prozentsatz gibt an, Schokolade aus Frust zu essen, wobei hier der Anteil der Frauen doch etwas höher ist. Unbestrittener Hit unter den Schokoladensorten ist Milchschokolade, dicht gefolgt von Bitterschokolade (LehrerInnen) bzw. weiße Schokolade (Schülerinnen). Insgesamt geben knapp die Hälfte der SchülerInnen an,  mehrmals pro Woche Schokolade zu essen, im LehrerInnenzimmer ist der durchschnittliche Verbrauch noch um einiges höher: beinahe 80 Prozent der LehrerInnen essen Schokolade mehrmals wöchentlich. Bedenklich hoch ist die Zahl der Schokoladeverweigerer unter den SchülerInnen: über ein Drittel gibt an Schokolade selten oder nie zu essen. 😉 (asch)

Zotter Schokolade

Um einen besseren Einblick in die Herstellung von Schokolade zu bekommen, machten die SchülerInnen der Klassen 2FKA und 2FRA der Gastgewerbefachschule Judenplatz am 28.10. eine Exkursion in die Schokolademanufaktur Zotter in Bergl bei Riegersburg in der Steiermark. Nach einer langen Busfahrt beeindruckten die SchülerInnen zunächst die aufregenden Sanitäranlangen: ein Piranhas-Aquarium mit Urwaldmusik ließ erstes Dschungelfeeling aufkommen und versetzte somit den Besucher direkt an die Anfänge der Schokoladeerzeugung.

In einem kurzen Film wurden die BesucherInnen gleich zu Beginn über die Herkunft, die Ernte und die Verarbeitung der Kakaobohnen als Rohstoff für die Schokoladeerzeugung informiert. Ganz wichtig: Das gesamte Zotter-Sortiment stammt aus biologischem Anbau! Dann startete unsere Verkostungstour der Schokoladenmanufaktur, dazu wurden den Gästen Kostlöffel ausgeteilt: nur durch Glasscheiben getrennt konnte man die Erzeugung der Schokolade live miterleben. Von den Rohstoffen bis zu den fertigen Produkten konnten die SchülerInnen und ihre begleitenden LehrerInnen alles verkosten, über 60 Schokoladesorten! Informiert und mit Schokolade gesättigt fand der süße Tag noch auf der Riegersburg einen schönen Ausklang!  (Zotter Bericht von Matteo Wimmer und Aurelia Rauchwarther (2fka) bearbeitet von Anne Aschenbrenner)